1. Tag - Anreise und Stufenübergang Jungpfadfinder
Beim Stammeslager war in diesem Jahr vieles anders und ich möchte auch nicht verhehlen, dass die Vorbereitung etwas unter unserer Sommerfahrt gelitten hat. Aber der Reihe nach. Seit vielen Jahren gab es in unserem Stamm die Tradition zu einem Stammeslager im September in die Jungfernheide zu "fahren". Das hatte viele Vorteile - wir konnten dorthin laufen. Das Gelände war annähernd ideal und hat fast nichts gekostet. Leider können wir aber nicht mehr dort hin fahren. Auf dem Gelände wird eine Kita errichtet.Also mussten wir neu suchen. Nach kurzer Überlegung ob Abo oder nicht, haben wir uns auf Grund der Nähe für den Zeltplatz in Saatwinkel (Jugendzeltplatz Saatwinkel) entschieden. Der Preis konnte nicht ganz überzeugen - allerdings gab es auch keine echten Alternativen.
Meine persönlich Challenge bestand darin, dass ich am 31.8 noch eine Schulung in Gifhorn hatte und meine Anreise unter dem Risiko eines Staus auf der A2 stand. So fand also die Abreise ohne mich statt.
Die etwas weitere Anreise erforderte ein Verkehrsmittel. Das war in diesem Jahr das Fahrrad. Die Anfahrt ging dann trotz der 30 Teilnehmer sehr gut.
Nachdem ich dann auch eingetroffen war, konnten die Zelte aufgebaut werden, die auf dem Hänger lagen, den ich erst noch zum Zeltplatz ziehen musste.
Für mich ein neues Gefühl sind die vielen kleinen Gruppen, die mittlerweile selbständig ihre Zelt aufbauen.
So waren wir in diesem Jahr zum ersten Mal drei Sippen: :-), Schnee Eulen und die die gar nicht Vielfraße heißen.
Zwischendurch fand ich noch fleißige Helfer, die mir dabei halfen, die Singejurte hoch zu ziehen.
Auch wenn die Meute auf Grund der kurzfristigen Ankündigung etwas kleiner war, als im Jahr davor, reiste sie standesgemäß in einer Jurte.
Nachdem alle Zelte aufgebaut waren, gab es endlich Abendessen. Einen großen Topf Nudeln mit einer leckeren Nudelsoße von Pia (vielen Dank noch mal dafür!).
Die großen :-) haben sich noch eine Veggie Soße dazu gekocht. Auch das ging völlig ohne meine Intervention.
Der Freitagabend stand im Zeichen des Stufenübergang von Wenke, Lisa und Leo. Beide haben eine intensive Meutenzeit hinter sich und haben sich zunächst von der Meute verabschiedet. Auf Grund der Waldbrandgefahr war nicht an einen Feuersprung zu denken. Sie mussten statt dessen eine etwas knobelige Kletteraufgabe bewältigen. Auch das spielt im Dschungel ja eine gewisse Rolle.
Nach dem Abschied galt es das Pfadfinderversprechen ab zu legen. Dafür absolvieren sie einen Lichterlauf mit den Pfadfinderregeln, in dessen Anschluss sie Ihr Pfadfinderversprechen ablegen. Danach gab es noch eine kleine Singerunde und dann war schon Schlafenszeit.
2. Tag - Werwölfe im Dorf und ein alter Bekannter - am Ende mehr Rituale
Der nächste Morgen begann wie immer - ein bisschen pompfen, ein bisschen schaukeln, Frühstück und dann ein inhaltlicher Impult zum Thema Werwölfe im Mittelalter. Die :-) hatten ein kleines Theater dazu erdacht und die Spielidee sollte uns durch den Tag bringen. Doch zunächst wurd noch schnell etwas geprobt.Dann findet sich Publikum ein.
...und Vorhang auf. Es geht los. Es entrollt sich die Geschichte eines kleinen Dorfs, dass sich einer Übernahme durch die Werwölfe erwehren muss. Jede Nacht wurde unglaubliches beobachtet und immer wieder kommen Dorfbewohner um.
Parallel zu den dramatischen Werwolf Ereignissen muss das Dorf aber auch Leben und Geld verdienen.
Dafür müssen Waren vom Dorf zum Markt gebracht werden und Geld zurück gebracht werden.
Entlang des Wegs warten aber üble Wegelagerer und stehlen Waren und Geld.
Die Räuber tragen einen unglaublichen Goldschatz zusammen. Nur eifrige Polizisten sind in der Lage den Räubern einhalt zu gebieten. Aber Korruption ist überall. Immer wieder gelingt es den Räubern ihresgleichen mit Gold aus dem Gefängnis frei zu kaufen.
Am Ende sind alle etwas abgekämpft und das Dorf hat trotz harten drängens einen noch größeren Goldschatz anhäufen können. Man könnte jetzt vermuten Verbrechen lohnt nicht. Es zeigte sich aber, dass ein einzelner Gefägniswärter praktisch mit Nichtstun ein fast ebenso großen Schatz anhäufen konnte wie die Räuber.
Parallel läuft das Werwolfspiel weiter und muss immer wieder neu geplant werden. Hier sind die Erzählerinnen gefragt.
Zwischendurch wird immer wieder gepompft...
...und geschaukelt.
Nachmittags finden verschiedene Mittelalter Workshops statt.
Es wird Marmelade gekocht.
Es werden magische Amulette hergesellt.
Es wird duftende Seife hergestellt.
...und es werden Kerzen gezogen.
Am Ende wird der Nachmittag mit einem kurzen Thing abgeschlossen.
Für ein Jahr werden folgende Funktionen neu gewählt:
Stammesleitung - die neue alte
LR Delegierte - Maja und Greta (Nachrücker HC)
LV Delegierte - Oda, Maja, Rebekka, Greta und Nachrücker HC
Zum Abendessen gibt es dann leckeres Couscous - die Fahrtenessen Entdeckung des Sommers.
Nachdem Abendessen dann die feierliche Tuchverleihung für zwei neue Stammesmitglieder.
Unsere Tuchverleihungen finden traditionell an einem See statt. Die neuen Stammesmitglieder setzen mit dem Boot über und legen danach ihr in diesem Fall Wölflingsversprechen ab.
Im Anschluss wurde ein kleines bisschen gefeiert und dann folgte der Vertrauenslauf für die angehenden Pfadfinder. Für uns im Stamm eine neue Erfahrung, denn diesen Übergang vollziehen wir zum ersten Mal.
3. Tag - Andacht und Abbau
Am Sonntagmorgen konnten wir etwas länger schlafen und doch hing der lange Samstag allen noch in den Knochen.
Traditionell gibt es am Sonntag die Andacht und eine Feedback Runde.



































































































































