Nach einigen Jahren der Übung folgt unser Stammeslager im September mittlerweile schon festen Routinen. In diesem Jahr bestand die Herausforderung darin, dass der Stammesrat beschlossen hatte, zwei Tage aufs Stammeslager zu fahren und nicht nur einen. Das bedeutet Anreise am Freitag nach der Schule.
Ich selbst war am Freitag noch in München unterwegs, daher ist das Gruppenfoto zur Anreise diesmal ohne mich. Ich bin just in time auf den Hof gerollt, als die Gruppe schon los gelaufen war.
Glücklicherweise waren auch Theresa und Lisa Freitags dabei, denn bis wir auf dem Platz waren und bis alles ausgeladen war, war es schon fast 6 Uhr. Als Herausforderung hatten wir uns aber nicht nur einen Tag länger vorgenommen, sondern auch ein Zelt mehr. So sollte es auch eine Feuerjurte geben.
Eine weitere Neuerung war, dass wir zu diesem Lager eine weitere Sippe als Gruppe eröffnet haben. Während die Smiley ihre Kohte schon weitgehend alleine aufgebaut haben (ich habe in der Zeit mit Christine die Feuerjurte aufgebaut). Konnte die neue Sippe immer noch spinxen und um Rat fragen. Immerhin war es nun ernst mit der eigenen Kohte.
Von den drei Minuten Idealzeit zum Aufbauen sind beide Sippen noch etwas entfernt, aber es geht schon ziemlich gut.
Am Ende hatten alle eine Zeltdach über dem Kopf und es war noch nicht mal richtig dunkel bis alles stand. Zum Abendessen gabe es dann Nudeln mit Sauce von netten Müttern gekocht. Die Kinder haben jedenfalls unglaubliche Mengen gegessen, aber wer etwas schafft kann auch rein hauen.
Am Freitagabend stand dann noch der Abschied der neuen Sippenkinder aus der Meute an. Zunächst haben wir einen Lichterlauf über das dunkle Gelände veranstaltet (das war manchen trotz Sichtkontakt und 2m Zaun schon ein bischen gruselig). Im Anschluss gab es dann den großen Feuersprung und eine kleine Party mit Obstspießen anlässlicht unseres fünf jährigen Stammesjubiläums.
Der Samstagmorgen war durch die Herstellung wundersamer Kreaturen geprägt. Eigentlich hätte das das Frühaufsteherprogramm sein sollen. Aber die Idee war so gut, dass wir sie auf den ganzen Samstagvormittag ausgeweitet haben. Die Kinder haben alle anderen freien Zeiten auch noch dafür genutzt.
Die Gestalten fanden im Sandspielplatz ihre neue Heimat. Dort entstand eine risige Landschaft mit Fluss und vielen Tunneln und eben mit den vielen Figuren.
Der Samstagabend wird traditionell durch unsere Tuchverleihung bestimmt. Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Besprechen der Pfadfinderregeln und der Prüfung wie lange schon jeder dabei ist und ob es schon für ein Tuch reicht.
Im Anschluss gab es das Abendessen und dann sind wir los gezogen zur feierlichen Tuchverleihung. In diesem Jahr durfte ich Boot fahren und konnte so die faszinierende Stimmung auf dem dunklen See genießen. Der Stamm stellte sich einstweilen mit Lampen, Fackeln und Fahnen auf um die neuen Stammesmitglieder zu begrüßen. Wie in jedem Jahr ist der Moment mit viel Aufregung vor allem für die neuen Stammesmitglieder verbunden.
Am Sonntag galt es die Burg zu vervollständigen und am Ende alles wieder ab zu bauen und zu putzen.
Wie schon in den Vorjahren war dieses mit Sicherheit das schönste Stammeslager und wir sind gespannt auf das nächste Jahr.