Die ganze Woche vorher war sonnig, der Sonntag danach war sonnig nur am Samstag war schönes Wetter (frei nach dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung).
Nachdem wir kurz vor elf im Johannesstift ankamen, galt es ersteinaml beim abladen zu helfen. Jan hatte mit einem AKD Bus alles wichtige organisiert und wir konnten direkt an´s Aufbauen gehen.
Im Jurteaufbauen sind wir schon geübt und so ging es schnell von der Hand. Fast jeder Handgriff sitzt schon und die wenigen neuen Kinder werden schnell angeleitet.
Jedes Kind sucht sich eine Ecke. Dann braucht jeder eine Stange, einen Hering und ein Seil. Beim Heringe in die Erde hauen ist immer noch vorsicht geboten. Da gab es schon manchen Ratscher. Die Kinder bekommen den schweren Fäustel eben doch noch nicht ganz geschwungen.
Mittlerweile machen die Jungpfadfinderinnen auch schon den Bund am Dreibein. Nur das Hochziehen der Großjurte erfordert noch Erwachsene...
...und das Anknöpfen der Seitenplanen. Dafür sind selbst die meisten Jupfis noch zu kurz.
Als die Jurte dann stand, war schnell ein Feuer gemacht und die ersten brauchten schon eine kleine Stärkung, bis das eigentliche Essen fertig war.
Nach dem Essen ging die Einteilung für das große Spiel los. Eine Schriftrolle wurde verlesen und jede Gruppe bekam ein Siegel. Siemensstadt stellte drei Gruppen. Bei zwei Begleitern hieß dass, das die großen Mädchen endlich mal alleine los gehen durften.
Leider begann es wie im letzten Jahr um die Mittagszeit zu nieseln und alle, die gute Regenkleidung hatten, waren froh darum. Immerhin hatte ich selbst im Gegensatz zum letzten Jahr eine Jacke dabei und sogar eine Regenhose habe ich angezogen und war froh drum.
Die Teams waren ein Jungenteam, ein Mädchenteam und die großen Mädchen.
Für die erste Aufgabe galt es sich an der Schaukel über eine fiktive Schlucht zu schwingen.
Nachdem wir Bieberspäne gesammelt haben, mussten wir die verhexte Brücke umgehen und einen Steg bauen.
Wir hatten so viel Spaß wir hätten den ganzen Nachmittag über den Bach klettern können. Aber es kam noch mehr: Wir mussten auf eine Insel balancieren (über einen toten Baum) und eine Nachricht einsammeln. Mit nassem Holz ein Feuer entfachen, Ein Spinnennetz überwinden, auf kleinen Inseln durchs Moor waten, einen Tanz aufführen, ein Gedicht vervollständigen, bis wir einen Kartenschnipsel bekamen.
Nach unserer Rückehr galt es erstmal sich wieder am Feuer aufzuwärmen. Nur wer wirklich nass, kalt und klamm ist, kann so ein Feuer richtig würdigen.

So buken wir Stockbrot und Würstchen am Feuer und die Zeit verging schnell, bis wir wieder in die Kirche gingen.
Dort gab es eine kurze Abendandacht mit Anspiel von den Johannesstiftlern und Christian Moritz fand genau die richtigen Worte zum Ausklang des Tages.
Im Anschluss an die Andacht, fand die Auswertung der Schatzkarte statt. Es war nicht einfach, da ein Schnipsel im Wald verloren gegangen war, einer in der Turnhalle lag und einer in der Großjurte lag. Aber mit vereinten Kräften konnten wir den Schatzhügel identifizieren. Dort trafen wir den Geist, der uns den Weg zum Schatz zeigte.
Am Ende waren wir nass und kalt aber doch glücklich wieder auf dem Heimweg.

































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