16. September 2016 - Die Abreise zum Drachenlager
Das Stammeslager ist in jedem Jahr ein ganz besonderes Highlight für unseren Stamm. Dafür gibt es verschiedene Gründe:- Wir sind unter uns und machen daher Inhalte und Regeln selbst
- Zum Stammeslager nehmen wir alle mit die sich schon trauen alleine im Zelt zu übernachten bis hin zu den Jüngsten Biebern- und Meutenkindern.
- Wir laufen zu Hause los und sind ohne fremde Hilfe nach 30 Minuten vor Ort und die Kinder transportieren alle ihr Gepäck selbst
- Es ist eine der best besuchten Veranstaltungen mit Übernachtung
- Auf dem Stammeslager und nur dort werden die Halstücher verliehen - wer das verpasst, wartet eben noch ein Jahr
- Kein Stammeslager ohne Boot
Irgendwann ist es dann doch so weit, die Boote sind organisiert, das Gepäckt ist verstaut und dann geht es los.
Das Gepäck transportieren wir in Bollerwagen und ein paar schieben die Boote.
Bei über dreißig Personen ungezählten Bollerwagen und zwei Booten, ist das Überqueren der Straße durchaus eine Herausforderung. Gut wenn man aufmerksame Verkehrshelfer hat.
Irgendwann ist es dann doch so weit und alle sind auf dem Platz angekommen. Dann ist der Zeitpunkt auf zu bauen. Die einen bauen Zelte, die anderen Drachen und wieder andere fragen sich, wie das mit den neuen Stangen aus dem Land nun funktionieren soll.
Nachdem offenbar wird, dass es mit der Stange nichts werden wird, muss nochmal los gefahren werden und all die Dinge geholt werden, die in der ersten Runde vergessen wurden. Dazu gehört Salz, Holz und vieles mehr.
Irgendwann sehen die Zelte dann doch und es gibt endlich die Nudeln zum Abendessen. Vorher muss noch besprochen werden, wer in den Stamm aufgenommen wird (und warum) und was es mit dem Pfadfinderversprechen so auf sich hat.
Nach dem Abendessen geht es dann los. Die Lampen müssen verteilt werden. Die Sipplinge bekommen Fackeln, das Boot muss untere den Arm genommen werden und los geht es.
Die neuen Pfadfinder laufen derweil mit einem Gruppenleiter alleine los zum vereinbarten Treffpunkt, von dem wir sie abholen.
Dann ist der große Moment, wenn der ganze Stamm am einen Ufer steht und wartet, dass die neuen Pfadfinder übersetzen. Sind die neuen alle übergesetzt, legen sie ihr Versprechen ab und werden von allen im Stamm begrüßt.
17. September - Wer hat das Drachenei geklaut?
Am Samstagmorgen hat uns das gute Wetter für einen Moment verlassen. Es ist grau und nieselig und das ist einer der Momente, zu dem ich dankbar bin, dass wir in der Jungfernheide sind. Denn dort gibt es ein wurderbares Dach unter dem wir kochen und Essen können, ohne gleich ins Haus gehen zu müssen.Nach dem Frühstück beginnen die Vorbereitungen zur großen Dracheneisuche. Der böse Drache hat das Drachenei der Drachenmama gestohlen und alle müssen bei der Suche helfen. Damit wir für die Suche gewappnet sind, malt sich jeder seinen Schutzdrachen vorne auf sein T-Shirt.
Hagen hat es für das Lager übernommen, das Horn zu blasen. Das war insofern gut, als unser letzter Bläser zwischenzeitlich verloren gegangen ist.
Nach dem Mittagessen begannen die Spiele. Die Gruppen teilten sich auf und gingen auf die Suche. Jede Gruppe hatte einen anderen Anhaltspunkt gewonnen, wo der böse Drache im Park gesichtet worden war. Hinweis gaben feinste transparente Drachenschuppen, die sich über die Karte legen ließen.
Mich hatte es an die Fährstation verschlagen, an der zwei Fährfrauen dem Drachen begegnet waren und ihr Proviant verloren hatten.
So mussten die Gruppen nach und nach ihre Geschickleichkeit dabei beweisen, das Proviant wieder aus dem Wasser zu fischen.
Eine Fährfrau hat es dann tatsächlich noch ins Wasser gespült, sodass die Schwimmwesten dann wenigstens auch noch ihren Einsatz hatten.
Ok es gab eine kleine Verwirrung bei den Drachenschuppen und es lässt sich nicht mehr sicher sagen, auf wen die Verwirrung zurück ging. Jedenfalls hätte eine bessere Vorbereitung das ganze verhindern können (ein Punkt für meine Verbesserungsliste). So gab es eine gewisse Wartezeit.
Am Ende hatten es aber dann doch alle geschafft und es musste nur noch das Boot zurück gebracht werden.
Vor dem großen Finale brauchten alle noch eine Stärkung. Es hatte sich nämlich heraus gestellt, dass das Drachenei genau hinter dem Dorf versteckt war und von den Helfern des bösen Drachen bewacht wurde.
Ich hatte auf jeden Fall Angst vor den Helfern.
Nachdem sich die Helfer um das Ei in Position gebracht hatten ging es auch schon in Wellen los. Jeder wollte das Ei erobern, aber niemand wollte sich fangen lassen.
Am Ende gelang es Paula das Ei zu erobern und das war nur recht und billig, war sie doch gerade erst am Vorabend in den Stamm aufgenommen worden.
Als das Ei wieder erobert war, kümmerten wir uns um unser Logbuch und jeder bekam seine Seiten für die Aktionstage des vergangenen Jahrs.
Nach einem langen und intensiven Spielenachmittag musste das Abendessen vorbereitet werden. Es galt Kartofeln zu schälen und das Grillfeuer an zu fachen.
Florian hatte netterweise alles perfekt vorbereitet, so dass wir nur wenig Aufwand mit der Vorbereitung des Festmahls hatten.
Nach dem Abendessen gab es dann den Stufenübergang mit einem Lichterlauf für all die Kinder, welche die entsprechende Altersstufe erreicht hatten. So bekamen einige Schnee Eulen das langersehnte Jungpfadfinder Halstuch.
Nach einem langen Singeabend mit Michelsonne und ein bischen Unterstützung durch den Landesrat verschwanden nach und nach alle in den Schlafsäcken.
18. September 2016 - Andacht und Abbau
Viel zu schnell geht das Wochenende vorbei. Sonntag gab es nach dem Frühstück eine sehr schöne von Stefan vorbereitete Andacht und danach wurden die Zelte mit viel Hilfe der Eltern abgebaut.
Mit über 30 Teilnehmern war dies unser bisher größtes Stammeslager. In der Meute hat ein deutlicher Generationwechsel statt gefunden und die grauen Wölfe fiebern schon ihrer neuen Stufe im nächsten Jahr entgegen. Für die neuen jungen Wölfe war das Lager sicher noch eine große Herausforderung und so gab es an der einen oder anderen Stelle noch mal Tränen.
Das Erholungsgelände in der Jungfernheide hat sich einmal mehr als Ideal für diesen Zwecke bestätigt.
Damit ist die Zeltsaison für dieses Jahr zu Ende. Die Zelte wandern auf den Dachboden in den verdienten Winterschlaf bis zum Pfingstlager 2017.
































































































